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Harmonie
von Himmel, Erde und Mensch
Nach chinesischem Denken sind Himmel, Erde und Mensch die drei Komponenten
des Alls. Sie stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander und werden
von einem allumfassenden Gesetz regiert. Alle Erscheinungen im Makrokosmos
haben im physischen, geistigen und sittlichen Leben des menschlichen
Mikrokosmos ihre Entsprechung. Das Ordnungsprinzip des Weltgebäudes ist auch
das der menschlichen Gesellschaft. Die Voraussetzung für ein glückliches
Leben ist der Einklang mit dem Kosmos. Dazu ist es notwendig, die
gegenwärtigen und zukünftigen Tendenzen des Weltverlaufs zu kennen. Darüber
hinaus ist es für das Glück des Menschen auch notwendig, durch die richtige
ethische Gesinnung das Beispiel des Himmels nachzuahmen. Die Ordnung (Dao)
in der Natur, in der Gemeinschaft und im Einzelnen bedingen sich
gegenseitig; eine Störung im einen Bereich hat auch Störungen in den anderen
Bereichen zur Folge.

Die fünf
Elemente und Yin/Yang
Das chinesische Denken kennt die fünf Elemente, Holz, Feuer, Metall, Wasser
und Erde, die nicht als materielle Substanzen, sondern als Kräfte aufgefasst
werden:
* Holz: das organisch von innen sich steigend Gestaltende
* Feuer: das entzündet Sinkende
* Erde: der Boden, das Gleichgewicht der Mitte
* Metall: das nach außen Gestaltende
* Wasser: das nach unten Lösende
Die fünf Elemente finden ihre Entsprechung in den verschiedenen Zuständen
des Wandels von Himmel, Erde und Mensch. Sie sind aber keine ewigen letzten
Substanzen, sondern verdanken ihr Dasein den beiden Urgewalten Yin und Yang.
Yang wird dabei als das männliche, aktive, zeugende, schöpferische und
Prinzip des Lichts aufgefasst, während Yin das weibliche, passive,
empfangende, hingebende und verhüllende Prinzip darstellt. Sie sind
gegensätzliche Prinzipien, die sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen und
durch ihr Zusammenwirken alle Erscheinungen des Kosmos hervorbringen. Yin
und Yang sind wiederum die beiden Seiten des All-Einen, im ständigen Wandel
begriffenen Seienden.
Das
höchste Weltprinzip
Dieses höchste Weltprinzip, dem letztlich Yin und Yang zugrunde liegt, wird
in der chinesischen Philosophie durch die drei Begriffe Shangdi, Tian und
Dao ausgedrückt.
Shangdi war die Gottheit der Shang und wurde später stark durch die Gottheit
der Zhou, den Himmel (天, tiān), verdrängt. Mit Shangdi wird der oberste
Herrscher bezeichnet, der Begriff bedeutet wörtlich höchster oder oberer
Ahn, und meint einen vergotteten Ahn, d.h. einen Gott, der an einem festen
Punkt im Himmel residiert und unter dessen Augen sich das Weltgeschehen
abspielt. Ihm müssen auch Könige dienen. Er bringt denen, die ein
tugendhaftes Leben führen, Segen, während er den Übeltätern Unheil zuteil
werden lässt. Er ist Urheber von allem, was geschieht, bleibt aber selbst
dabei untätig. Shangdi manifestiert sich als eine Personifikation der
Ordnung in der Natur, der Sittlichkeit und im Ritus. Durch ihn wird die
Fülle der zusammenhanglosen Einzelerscheinungen der Welt zu einem geordneten
Ganzen zusammengefügt.
Statt des Shangdi erscheint in vielen Texten der Himmel (Tian) als höchstes
Weltprinzip. Er ist der Urgrund aller Dinge, der zusammen mit seiner ihm
nachgeordneten „Gattin“, der Erde, alles hervorbringt. Er beherrscht die
Welt und die Menschen, sendet den Guten Glück, den Bösen Unglück herab. Sein
Zorn äußerst sich in Dürren, Missernten und gesellschaftlichen Wirren. Da er
im Grund seines Wesens aber barmherzig und ohne Hass ist, darf man auf seine
Gnade hoffen. Der Begriff des Tian entspricht in etwa dem des Shangdi. Die
menschenähnlichen Züge sind allerdings noch geringer. Von ihm wird
ausdrücklich gesagt, dass er nicht redet, dass er lautlos und ohne Spur
wirkt.
Das Wort Dao bedeutet ursprünglich „Weg“, besonders den Weg der Gestirne am
Himmel. Es bezeichnet aber auch den „sinnvollen“ Weg, der zum Ziel führt,
die Ordnung und das Gesetz, das in allem wirkt. Im Daodejing wurde das Dao
zum ersten mal als höchstes Prinzip des Absoluten und Urgrund und Wesen der
Welt dargestellt. Das Dao wird als etwas Substantielles, wenn auch
Unsichtbares gedacht. Bei manchen Philosophen wird es zum Urstoff, aus dem
alles geworden ist. Mitunter wird von ihm wie von einem persönlichen Wesen
gesprochen. Quelle: Wikipedia
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Inhalt
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Grundgedanken der chinesischen Weltanschauung
- Harmonie von Himmel, Erde und Mensch
- Die fünf
Elemente und Yin/Yang
- Das
höchste Weltprinzip
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Die
Wichtige Schulen
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Siehe auch:
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